Ausreisebericht

Nach der  18h- Marathon- Einreise stellten wir uns auf eine ebenso lange Rückreise ein. Aber es muss nicht immer so lange dauern….

Unsere Rückreise begann in unserem Hostel in Lviv-Zentrum. Wir fragen noch schnell unseren Hostel-Rezeptionisten, nach der Bushaltestelle der Linie 3a zum Busbahnhof. Doch seine Auskunft war leider  falsch, an besagter Stelle fahren keine Busse zum Busbahnhof – naja bei dem neuen System des öffentlichen Nahverkehrs in Lviv kann man schon mal durcheinander kommen. (Bis vor einem halben Jahr gab es noch nicht einmal Busse, sondern nur die typisch ukrainischen Maschrutkas, die deutlich weniger Leute fassen als ein Omnibus…. aber dazu bald mehr auf diesem Blog).

Schließlich haben wir auch Bus 3a zum Busbahnhof gefunden. Wir schaffen es gerade so, uns mit unserem Gepäck in den Bus zu quetschen. Einige Passagiere hingegen schafften es nicht an der gewünschten Haltestelle auszusteigen – der Bus war einfach zu voll. Je weiter sich der Bus aus dem Stadtzentrum entfernte, desto leerer wurde es und wir konnten ohne Probleme am Busbahnhof aussteigen und in unseren Bus nach Deutschland einsteigen. Zu unserer großen Freude war der Bus nicht, wie bei der Hinfahrt, bis auf den letzten Platz mit Menschen und Paketen gefüllt, sondern der Bus war nur halb besetzt und jeder hatte später ausreichend Platz zum schlafen.

Nach einer guten Stunde erreichen wir die Grenze und packen schonmal unsere Lunchpakete aus. Nach den Erfahrungen der Hinfahrt stellen wir uns auf eine stundenlange Warterei ein. Doch wir fuhren immer näher und vor uns steht nur ein einziger Bus… und wir fahren einfach ohne Kontrolle an dem ukrainischen Grenzposten vorbei. Cool – das sind schon die gemeinsamen Grenzkontrollen, die während der EM durchgeführt werden sollen. Ein paar Meter weiter an der polnischen Grenzstation finden wir die gemeinsamen Grenzkontrollen nicht mehr ganz so toll, denn faktisch hat sich nicht viel geändert: Erst kommen die ukrainischen Zöllner und schauen sich jeden Pass an, öffnen alle Luken und kontrollieren mit dem Spürhund das Gepäck. Dann kommen die polnischen Grenzbeamten und das gleiche Spiel beginnt von vorn: Pässe, Luken öffnen, Hunde schnüffeln.

Wir fragen uns, ob die Grenzkontrolle durch dieses System schneller geht. Für unseren Bus ging es jedenfalls schneller, schon nach anderthalb Stunden hatten wir die Grenze passiert. Ob das jedoch daran lag, dass einfach wenig Verkehr war  oder ob es an der gemeinsamen Grenzkontrolle liegt, ist schwer zu sagen. Wir wissen es nicht. Wir können nur hoffen, dass es auch während der EM bei anderthalb Stunden Pause an der Grenze bleibt.

Wir werden es auf jeden Fall im Juni ausprobieren🙂

Anne Höh

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